Über mich und meine caniden Wegbegleiter


Zu der Familie, in die ich geboren wurde, gehörte der Deutsche Schäferhund Alf.

Der Rauhhaardackel Till lebte bei meinen Großeltern. Er flüchtete meist vor mir unter die Couch, weil ich ihm nicht die Ruhe ließ, die er gerne vor mir gehabt hätte.  

 

Wir wohnten im Haus eines netten Diensthundeführers, der Charly, seinen Partner mit der kalten Schnauze, immer daheim hatte und Züchter war. So war ich umgeben von Deutschen Schäferhunden.

Meine Mutter war mit Alf im Hundesport aktiv. Wir wohnten direkt am Hundeplatz. 

Als ich sechs Jahre alt war, wurde Alf eingeschläfert. Seitdem wollte ich wieder einen Hund haben.

Meine Eltern ließen sich jedoch nicht erweichen. Katzen und Meerschweinchen zogen statt eines Hundes bei uns ein. Es war toll für mich, als ich dann mit dem Diensthund Odin unseres früheren Vermieters spazieren gehen durfte.

 

Während der Zeit, in der ich bei meinen Großeltern und meiner Tante lebte, war auch Dackel Ali dort daheim. Seine mangelhafte Erziehung zu verbessern war mir wichtiger als meine Schulbildung - ich hatte andere Sorgen als Zensuren. In ihm fand ich, wie in anderen Tieren davor und danach, einen guten Freund, der mir mehr Empathie entgegenbrachte als viele Menschen. 

 

In den Haushalt meiner Mutter, wohin ich bald zog, kam später Miro dazu.

 

Der erste "eigene" Hund fand 2007 zu mir. Treibende Kraft für diesen mit sehr viel Verantwortung (worüber ich mir sehr wohl bewusst bin, da ich mich immer selbst um meine Tiere kümmerte) verbundenen Schritt war mein Lebensgefährte. Er hatte bereits mehrere Hunde und gerade seinen Herzenshund der Exfrau überlassen. 

Ursprünglich wollten wir aus einem deutschen Tierheim 3 Hunde bei uns aufnehmen, woraus dann aufgrund der "Unstrukturiertheit" der Tierheimmitarbeiter leider nichts wurde. Wir fanden über ein Internetportal vornehmlich für schwarze Hunde (die schwieriger zu vermitteln sind als andersfarbige Artgenossen) eine Hündin aus einer Tierschutzorganisation, die in Spanien aktiv ist. Da zwei Hunde einziehen sollten, suchte ich mir den mit den wenigsten Chancen auf ein Zuhause aus. 

So kamen Lava, die wuschelige schwarze Mischlingshündin aus Chow-Chow und Neufundländer sowie Manfred, der abgehalfterte ausgebildete Jagdhund der Rasse English Pointer zu uns. Bald darauf fand sich noch die Amerkanische Bulldogge Ally bei uns ein. Lava zog ein Jahr später zu einer anderen Familie mit Kindern um, weil wir ihr nicht das bieten konnten, was sie benötigte.

 

Mitunter zählte unser Rudel drei Hunde, weil wir Pflegehunde, schwer vermittelbare Felle und Notfelle bei uns aufnahmen. Was man durch die Tiere über Menschen lernt, lässt einen an vielem zweifeln...

Unsere Amerikanischen Bulldoggen Ally und Bragi waren der Auslöser, warum ich Hundetrainerin wurde. 

 

Auch wenn ich Präferenzen habe, was die Rassen angeht, die ich gerne zu unserem Rudel zählen möchte, mag ich alle Hunde. egal welcher Rasse.

Was ich hingegen nicht mag ist beispielsweise der Kommentar, dass mein Hund "gefährlich aussieht". Immer wieder erlebe ich, wer tatsächlich gefährlich ist, wenn ich auf solche unqualifizierten Äußerungen entgegne: "Schauen Sie sich an - und seien Sie froh, dass mein Hund nichts sagen kann."

 

Unser Futtergeld verdiene ich als Biotechnologin in der Erforschung und Entwicklung von Mitteln, die gegen Krebs eingesetzt werden. Der Job (ich schreibe extra nicht "Arbeit", da das Wort als negativ verstanden werden könnte) bereitet mir auch sehr viel Spaß. 

Wissenschaft und Forschung interessieren mich schon immer. Das finde ich auch für den Bereich Hund sehr wertvoll, denn auch hier ist die Erforschung seines Verhaltens essentiell in Bezug auf den Umgang mit ihm und stete Fortbildung erachte ich ebenfalls als sehr wichtig. Glücklicherweise habe sogar ich Spaß daran. 

Doch nicht nur "Fakten" sind mir wichtig. Es gibt vieles, was man weder direkt sehen, noch rational erklären kann.

 

Vor etlichen Jahren lernte ich Reiki kennen. Die klassische Medizin verzagte in ihrer ganzen Bandbreite über ein halbes Jahr lang an mir. Mein Körper stellte mehr und mehr Funktionen im Bewegungsapparat ein, dafür nahmen die Schmerzen zu. Besuche bei Ärzten diverser Fachrichtungen erbrachten keinerlei Besserung. So wand ich mich an die Reikimeisterin und Homöopathin, die ich kurz zuvor kennenlernte. Die Wirkung, die ich in und an meinem Körper verspürte, ließ mich den Entschluss fassen, selbst ein "Reiki" zu werden. 

Eine weitere feinstoffliche Ausbildung begann ich im Jahr 2015.     

All dies kommt mir und meinem Umfeld immer wieder zugute, vor allem im Umgang mit Tieren und Menschen.

Mehr dazu unter Hund & Halter.

 

 

"Lernen ist wie rudern gegen den Strom. 

Sobald man aufhört, treibt man zurück."

Benjamin Britten